Projektbericht: Modernisierung eines Rückkühlpumpwerks
- 16. Juni 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 5 Tagen
Sommer 2024: Projektstart und erste Planungsgespräche
Bereits im Sommer 2024 starteten die ersten Gespräche zur Modernisierung des Rückkühlpumpwerks bei einem Nahrungsmittelhersteller. Schnell wurde deutlich, dass die bestehende Anlage den heutigen Anforderungen an Energieeffizienz und flexible Betriebsweise nicht mehr gerecht wurde.
Die Anforderungen an das neue System waren klar definiert: Gefordert war ein Durchflussbereich von 200 bis 1700 m³/h bei einem konstanten Druck von 3 bar. Auf dieser Grundlage begannen wir mit der technischen Analyse und der Auslegung der neuen Pumpentechnik.

Bestandsanlage mit jahrzehntelanger Laufzeit
Ein Teil der bestehenden Pumpentechnik stammte noch aus dem Jahr 1978. Die installierte Motorleistung der Altanlage lag insgesamt bei 297 kW.
Verbaut waren:
Motor 1 mit 132 kW
Motor 2 bis 4 mit jeweils 55 kW
Die Anlage war über viele Jahre zuverlässig im Einsatz, entsprach jedoch nicht mehr den heutigen Anforderungen an einen wirtschaftlichen und bedarfsgerechten Betrieb.
Nach intensiver Planung fiel die Entscheidung auf eine neue Pumpenkonfiguration mit vier modernen Herborner Pumpen.
Installiert wurden:
3 Pumpen mit jeweils 55 kW
1 Pumpe mit 45 kW
Die neue Gesamtmotorleistung beträgt damit nur noch 210 kW.
Für die bedarfsgerechte Regelung der Anlage kommen passende Danfoss Frequenzumrichter zum Einsatz. Dadurch kann die Leistung der vier Pumpen flexibel an die tatsächlichen Betriebsbedingungen angepasst werden.
Die Umsetzung im Juni 2025
Tag 1
Sonntag: Start der Montagearbeiten
Nach Abschluss der Demontage der Altanlage durch ein Partnerunternehmen starteten wir am Sonntag mit der Montage der neuen Komponenten. Zunächst wurden die neuen Pumpen positioniert und die ersten Anpassungen im Bestand vorbereitet.
Bereits zu Beginn zeigte sich, dass insbesondere die Anpassung der vorhandenen Verrohrung umfangreicher ausfallen würde als ursprünglich angenommen.

Tag 2 - 4
Montag bis Mittwoch: Anpassung der Verrohrung
In den folgenden Tagen lag der Schwerpunkt auf der Anpassung der Rohrleitungen und der mechanischen Integration der neuen Pumpentechnik. Schritt für Schritt wurden die neuen Herborner Pumpen in das bestehende System eingebunden.
Die Arbeiten an der Verrohrung nahmen insgesamt vier bis fünf Tage in Anspruch. Bestehende Leitungen mussten angepasst, neu ausgerichtet und auf die neue hydraulische Situation abgestimmt werden. Gerade bei Modernisierungen im Bestand erfordert dies hohe Präzision und Flexibilität vor Ort.
Parallel dazu erfolgten die Abstimmungen mit den Elektrikern des Kunden zur Integration der neuen Frequenzumrichter.

Tag 5
Donnerstag: Fertigstellung der Pumpenmontage
Erst am Donnerstag waren alle vier Pumpen vollständig montiert und mechanisch angeschlossen. Anschließend konnten die letzten Verbindungen hergestellt und die Anlage Schritt für Schritt in Betrieb genommen werden.
Besonderes Augenmerk lag dabei auf der Abstimmung der Pumpenregelung, damit die geforderten Betriebsparameter von 200 bis 1700 m³/h bei konstant 3 bar zuverlässig erreicht werden.

Tag 6
Freitag: Inbetriebnahme und Übergabe
Am Freitag liefen schließlich alle Pumpen stabil im Zusammenspiel. Nach den finalen Tests und letzten Optimierungen konnte die modernisierte Anlage fristgerecht an den Kunden übergeben werden.
Mit der neuen Pumpentechnik und der bedarfsgerechten Regelung durch die Danfoss Frequenzumrichter wurde nicht nur die installierte Motorleistung von 297 kW auf 210 kW reduziert. Gleichzeitig entstand ein deutlich effizienteres und flexibleres Rückkühlpumpwerk, das optimal auf die heutigen Anforderungen des Produktionsbetriebs abgestimmt ist.
Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie wichtig präzise Planung, enge Abstimmung aller Gewerke und flexible Lösungen bei Modernisierungen im industriellen Bestand sind.




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